GKS – mit Schreiben Therapie begleiten

Schreiben beflügelt !

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Eine Vielzahl von Studien belegen, wie heilsam das Schreiben ist. Ein großer Schritt für Patientinnen: Auf Initiative von Prof. Dr. Sehouli an der Charité dürfen wir dort auch in 2018  für Patientinnen kostenfreie Charité-kreativ-Schreibseminare durchführen. Professor Sehoulis neues Buch „Von der Kunst, schlechte Nachrichten besser zu überbringen“ findet gerade große mediale Aufmerksamkeit.  Sein Beispiel, an der Charité innovativ das Schreiben zu fördern, um auch mit schlechter Diagnose zurecht zu kommen und Patientinnen zu stärken, beflügelt; es gibt weitere Träger und interessierte Vereine. Wir werden das Angebot des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens systematisch ausbauen und freuen uns über die Nachfrage. Neu ist, dass wir im Auftrag der Stiftung Eierstockkrebs quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz reisen werden, um in Schreibworkshops an Krankenhäusern unsere Methode vorzustellen. Das wird Bedarf und weitere Nachfrage erzeugen.

SUDIJUMI bildet Multiplikatoren aus. Der nächste Grundkurs im Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben findet vom 6.-8. Juli statt. Weitere…

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„Von der Kunst, schlechte Nachrichten gut zu überbringen“

Ich lese es gerade … und kann die Begeisterung von Sudi gut teilen!

Schreiben beflügelt !

Meine schlimmste Nachricht – und wie sie mir überbracht wurde

Man kann sich kaum ausmalen, wie viele Menschen jeden Tag eine erschreckende, völlig unerwartete Todesnachricht übermittelt bekommen. Ich habe im letzten Jahr selbst erleben müssen, wie furchtbar es ist, wenn ein Notfallarzt bei einem Rettungseinsatz „Keine Hilfe mehr möglich“ sagt, ohne einen anzuschauen, ohne Vorbereitung, ohne helfende Hand. Habe erlebt, wie sich der Boden unter den Füßen auftut und das Entsetzen breit macht. Wir sind nach Hause gestolpert, ohne dass psychologische Hilfe angeboten  oder gefragt wurde, wie wir denn im akuten Schock nach Hause kommen. Meine Tochter, die bei mir war, hatte selbst in diesem erschütternden Moment noch die Größe, sich beim Rettungsteam zu bedanken – dazu war ich nicht in der Lage.

Es gibt so viele Situationen, in denen Menschen schlechte Botschaften übermitteln müssen…

Oft sind sie psychologisch nicht oder nicht genügend geschult, wissen nicht darum, wie gute Kommunikation…

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Memoirs of Wellbeing

Wenn es um das Auffinden von inspirierenden Artikeln im Internet geht, erweist sich meine Teampartnerin immer wieder als „Trüffelschwein“. Ihr jüngstes Fundstück, eine Rezension von Philip Schmerzheim zu Tanja Reiffenraht „Memoir of Wellbeing“ fand ich besonders bemerkenswert, weil diese Doktorarbeit einmal mehr zeigt, wie weit der Weg vom subjektiven Empfinden bis zum Eingang bestimmter Wirkmechanismen in die Wissenschaft ist. Und leider gelten Erkenntnisse noch immer erst dann als „wahr“, wenn sie das Siegel „wissenschaftlich erwiesen“ tragen. Schade eigentlich! Wer schreibt und mit Schreibenden arbeitet, erlebt immer wieder, wie Schreiben zu Solidarität führt, das Selbstbewusstsein stärkt und damit auch die Kraft, sich aktiv für gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Die längst überfällige Neubewertung von Krankheit und Gesundheit ist ein Beispiel unter vielen!

Schreiben beflügelt !

Die Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit aufbrechen, „Wohlbefinden“ und „Erfülltes Leben“ nicht davon abhängig machen, ob man in einem unbeeinträchtigten Körper lebt: Darum geht es in Tanja Reiffenraths Doktorarbeit, die in der Reihe ‚KörperKulturen“ als Buch erschienen ist. Hier eine deutsche Rezension von Philipp Schmerheim:

http://literaturkritik.de/reiffenrath-memoirs-of-well-being-von-der-krankheit-zum-wohlbefinden,22891.html

Die Autorin hat Behinderungs- und Krankheitserzählungen untersucht für den sie den Begriff der „memoirs of well-being“ gefunden hat. Ein Memoir ist eine autobiographische Geschichte, die strukturiert und überarbeitet wird, damit sie anderen -vielleicht ebenfalls von Krankheit betroffenen- Lesern eine Botschaft mit auf den Weg gibt, die für alle gelten kann. Memoir of Wellbeing – dabei geht es bei Tanja Reiffenrath nicht nur um Heilung und das Streben danach, sondern um Wohlbefinden und Glück auch in einem Körper, der nicht perfekt funktioniert. Literarische Fallstudien, zum Beispiel Siri Hustvedts 2010 erschienenes Sachbuch The Shaking Woman or The History of my Nerves, in dem die…

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Man ist nie zu alt, um etwas Neues zu probieren…

Um mit Julia Cameron zu sprechen,  war unser heutiges Erlebnis eine Synchronizität. Ich lese gerade die  „Auffrischung“ ihres  Bestsellers „Der Weg des Künstlers “ mit dem Titel „Es ist nie zu spät neu anzufangen. Der Weg des Künstlers ab 60.“ Bis es so weit ist, haben Susanne und ich zum Glück noch ein kleines bisschen Luft.  Und doch  haben wir heute  gemeinsam etwas ganz Neues ausprobiert:

Auf Einlaundung der DIWA-Communinity,  das ist die Facebook-Präsenz der Stiftung Eierstockkrebs, waren wir zum ersten Live-Stream-Interview unseres Lebens eingeladen.  Digital natives  werden sich  jetzt scheckig lachen, aber für uns war das im Vorfeld wirklich aufregend. Wir  hatten nämlich keine Ahnung, wie unkompliziert man so etwas organisieren kann und freuen uns jetzt diebisch, wieder etwas dazu gelernt zu haben!

Ganz locker durften wir mit Prof. Jalid Sehouli und  Dr. Robert Armbrust über unser gemeinsames „Baby“ ,GKS, unsere Kurse an der Charité und unser neues Buch plaudern, das in Zusammenarbeit mit Professor Sehouli sowie der Ärztin und Illustratorin Adak Pirmorady entstanden ist .

Es war  etwas gewöhnungsbedürftig, statt in Gesichter nur in die Kamera zu blicken, aber wir hatten Spaß dabei.  Und da wir ein bisschen „old school“ sind, haben wir uns gewundert, wie groß das Publikum war, das wir in diesen paar Minuten erreicht haben. Anlass genug, um intensiver über Online-Kurse nachzudenken…

Wer Lust hat, kann sich unsere Session hier anschauen:

Von der Liebe und anderen Geheimnissen

Auf die Lesung meiner lieben Freundin Wiebke freue ich mich ganz besonders! Seit vielen Jahren treffen wir uns immer wieder zum gemeinsamen Schreiben. Im geschützen Raum gewähren wir uns dabei auch Einblicke in aktuelle Schreibprojekte, daher ist es besonders schön, irgendwann das Gesamtwerk gemeinsam feiern zu können.
Susanne verrät in ihrem Blogbeitrag, worum es geht in den beiden Texten. aus denen Wiebke vorlesen wird. Ich kann dem nur hinzufügen: Es sind zwei Geschichten, die man gerne hört und liest. Einblicke in fremde Welten mit starken Persönlichkeiten, in einfühlsamen Worten erzählt.
Bitte unbedingt zur Lesung anmelden, wir haben nur begrenzte Plätze!

Schreiben beflügelt !

Lesung

von Wiebke Eden

im Salon Anna Blume

Langenscheidtstraße 12, 10827 Berlin-Schöneberg.

am Freitag, 26. Januar 2018, 19.30 Uhr

IMAG0435 Unser Schreibsalon

Wiebke3 Wiebke Eden

 Geheimnisvolle Porzellanhunde und eine traurige Mutter, in deren Küche die Männer mehr als ein bisschen Wärme suchen – darum geht es in der Erzählung „Udo“, die Wiebke Eden  im Salon Anna Blume vorstellen wird. Darüber hinaus liest die Autorin aus ihrem neuen, kurz vor dem Abschluss stehenden Romanmanuskript. 

Es ist Sommer in der Erzählung „Udo“, eine Siedlung auf dem Land an der Nordsee. Hier lebt die Ich-Erzählerin mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester. Nebenan gibt es ein Lohnunternehmen, das Landarbeiter beschäftigt. Regelmäßig machen die Männer Teepause bei der Mutter – und nicht nur das. Niemand bemerkt, dass die Ich-Erzählerin sie beobachtet. Dann ist da noch Udo, der Außenseiter und Sonderschulabsolvent. Als er in dem Lohnunternehmen eine Lehre anfängt, sind die Arbeiter alles andere als begeistert…

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